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Stefan Gwildis: So zärtlich war der Lenz!

Hommage zum 100. Geburtstag von Siegfried Lenz

Nach Theodor Storm und Wolfgang Borchert widmet Stefan Gwildis nun auch Siegfried Lenz ein eigenes Programm – einem der bedeutendsten Schriftsteller der deutschsprachigen Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Die Premiere fiel auf den zehnten Todestag des Hamburger Ehrenbürgers, der 1926 im ostpreußischen Lyck geboren wurde und 2014 in Hamburg starb.

Lenz’ Werk umfasst Romane, Erzählungen, Essays, Hörspiele und Theaterstücke. Mit den masurischen Geschichten »So zärtlich war Suleyken« gelang ihm 1955 der Durchbruch. Die »Deutschstunde« (1968) wurde zu einem Meilenstein: die Geschichte eines Polizisten, der im Nationalsozialismus das Malverbot seines Freundes überwacht – ein eindringliches Bild fatalen Pflichtgefühls. Welche persönliche Bedeutung diese Texte für Stefan Gwildis haben und warum ihn Suleyken an seine Familiengeschichte erinnert, wird an diesem Abend gelüftet.

Neben literarischen Lieblingsstücken mit skurrilen, warmherzig gezeichneten Figuren erklingt auch Musik. Gemeinsam mit Tobias Neumann (Klavier) und Hagen Kuhr (Cello) präsentiert Gwildis eigene Kompositionen und ausgewählte Lieder – ein persönlicher Zugang, getragen von der gemeinsamen Liebe zum Norden und zum Meer.

Dramaturgie: Sonja Valentin
Besetzung: Stefan Gwildis (Lesung und Gesang), Hagen Kuhr (Cello), Tobias Neumann (Flügel)

Foto: © Kai Maser

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