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Barfuß Nackt Herz in der Hand

Monolog eines Gastarbeiters von Ali Jalaly

Ali, Moslem, Familienvater, Müllmann, lebt als Gastarbeiter in Deutschland. Er hat seine eigenen Ansichten über das Land und die Leute, über die er mit Naivität und Komik erzählt. Er ist beliebt, hat sich ein eigenes Haus erarbeitet und seine Familie ist sein Mittelpunkt. Mit einer gewissen Naivität erzählt der Gastarbeiter Ali seine Gedanken, seine Geschichte. Sehr geprägt von seinem eigenen sozialen und kulturellen Hintergrund spiegelt er deutsche Verhältnisse wider.

Dieses Glück wird zerstört, als ein Brandanschlag auf sein Haus dem fassungslosen Ali seine Frau und einen Sohn raubt. Folge dieses traumatischen Erlebnisses ist eine gebrochene Seele. Ali klagt nicht an. Das Sprechen ist sein Mittel, um die Vergangenheit zu bändigen, das Herz in die Hand zu nehmen und sich eine bessere Zukunft auszumalen.

1993 setzen Rechtsextremisten das Haus einer Solinger Familie in Brand und fünf Menschen starben dabei. Dies nahm der iranische Autor Ali Jalaly zum Anlass, diesen emotionsreichen Monolog zu schreiben. Der Schauspieler Mohammad-Ali Behboudi ist dem Wolfenbütteler Publikum aus dem Stück »Ich werde nicht hassen« bekannt.

Regie: Thomas Goritzki
Besetzung: Mohammad-Ali Behboudi
Produktion: Welt-Theater in Kooperation mit Urania Theater Köln, Die Säule Duisburg

Foto: Stephan Haase